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Art of Vedas

Ayurveda Öl kaufen: Thailam, Sesamöl und Rizinusöl

Kurz gesagt: Wer Ayurveda Öl kaufen möchte, wählt zwischen einem Thailam, also einem Sesamöl, in das nach klassischem Rezept Kräuter eingekocht wurden, und einem schlichten Basisöl wie Sesamöl oder Rizinusöl. Welches Öl passt, entscheidet die Anwendung: Abhyanga am ganzen Körper, Ölziehen im Mund oder Nasya an der Nase.

Ayurveda Öl kaufen heißt zuerst, zwei Dinge auseinanderzuhalten: das Thailam, ein Kräuteröl nach klassischer Rezeptur, und das unvermischte Basisöl, in der Regel Sesamöl oder Rizinusöl. Bei Art of Vedas finden Sie beides, vom Thailam für die tägliche Abhyanga bis zum Öl für Mund und Nase. Diese Seite erklärt, was hinter dem Wort Thailam steckt, welche Rolle Sesamöl im Ayurveda spielt, wofür Rizinusöl traditionell verwendet wird und woran Sie das passende Ayurveda Öl für Ihre Routine erkennen.

Was ist ein Thailam?

Thailam, auch Thailam oder Taila geschrieben, ist das Sanskritwort für Öl. Im Ayurveda bezeichnet es ein Kräuteröl, das nach einem festen Verfahren zubereitet wird: Die Kräuter werden zunächst in Wasser zu einem Sud ausgekocht, dem Kashayam, ein weiterer Teil wird zu einer Paste vermahlen, dem Kalka. Sud und Paste werden mit dem Basisöl bei niedriger Hitze so lange gekocht, bis das Wasser vollständig verdampft ist. Übrig bleibt ein Öl, das Farbe und Duft seiner Kräuter trägt.

Darin liegt der Unterschied zu einem herkömmlichen Öl. Ein Pflanzenöl wie Sesamöl, Kokosöl oder Rizinusöl wird aus Samen gepresst und bleibt, wie es ist. Ein Thailam ist ein weiterverarbeitetes Öl mit eigener Rezeptur, die in den klassischen Texten überliefert ist. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber Was ist ein Thailam?, die ganze Auswahl zeigt die Kollektion Ayurveda Thailams.

Welches Ayurveda Öl für die Abhyanga?

Abhyanga ist die ayurvedische Ölmassage mit warmem Öl und der häufigste Grund, ein Thailam zu kaufen.

Das Dhanwantharam Thailam, oft auch Dhanvantaram Thailam geschrieben, ist eine Rezeptur aus dem Ashtanga Hridayam mit über 30 Kräutern. Die klassische Lehre ordnet es Vata zu, es ist das Öl für die Abhyanga am ganzen Körper und in mehreren Flaschengrößen erhältlich. Das Narayana Thailam stammt aus dem Bhaishajya Ratnavali und verbindet die zehn Wurzeln des Dashamoola mit Ashwagandha, Bala und Shatavari. Auch diese Rezeptur wird traditionell Vata zugeordnet.

Ganz anders aufgebaut ist das Karpooradi Thailam: Es kommt mit zwei Pflanzen aus, Karpura (Kampfer) und Ajamoda, und duftet entsprechend klar nach Kampfer. Im Ayurveda gilt es als wärmendes Öl und wird Kapha zugeordnet. Es wird meist gezielt an einzelnen Körperpartien einmassiert.

Ayurveda Öl von Art of Vedas: ein Thailam in der braunen Flasche

Thailam für Mund und Nase: Arimedadi Thailam und Anu Thailam

Nicht jedes Ayurveda Öl ist ein Massageöl. Zwei klassische Rezepturen gehören in die Morgenroutine, die Dinacharya.

Das Arimedadi Thailam ist das Öl zum Ölziehen. Die Rezeptur aus dem Ashtanga Hridayam beruht auf Sesamöl, in das die Rinden von Arimeda und Khadira sowie Gewürze wie Nelke und Muskat eingekocht sind. Für Kavala, die alltägliche Form des Ölziehens, nehmen Sie morgens vor dem Frühstück etwa einen Esslöffel in den Mund, bewegen das Öl fünf bis fünfzehn Minuten ruhig hin und her und geben es danach in ein Papiertuch, nicht in das Waschbecken. Das Öl wird nicht geschluckt. Die Schritte im Einzelnen beschreibt der Ratgeber Ölziehen mit Arimedadi Thailam.

Anu Thailam, häufiger Anu Thailam geschrieben, ist das klassische Nasenöl des Ayurveda. Bei Art of Vedas heißt es Nasya Oil: 24 Kräuter in Sesamöl, ebenfalls nach dem Ashtanga Hridayam. Für die tägliche Nasya werden zwei Tropfen des körperwarmen Öls je Nasenloch verwendet.

Sesamöl im Ayurveda: die Basis fast jedes Thailam

Sesamöl heißt im Sanskrit Tila Taila und ist das Öl, auf dem die klassischen Rezepturen aufbauen. Die Charaka Samhita stellt es über alle anderen Öle. Die Lehre beschreibt Sesamöl als wärmend (Ushna), geschmeidig (Snigdha) und fein durchdringend (Sukshma) und ordnet es deshalb Vata zu, dem Dosha mit den Eigenschaften kalt, trocken und leicht. Den Hintergrund finden Sie im Ratgeber Sesamöl im Ayurveda.

Wie stark die Kräuter den Charakter eines Öls prägen, zeigen zwei Thailams auf Sesamölbasis. Das Mahamasha Thailam trägt den Namen von Masha, der Urdbohne, und vereint über 40 Kräuter samt Dashamoola. Es gilt als wärmend und wird Vata zugeordnet. Das Chandanadi Thailam dagegen ist ein kühlendes Öl mit 19 Kräutern, darunter Vetiver und Süßholz, das die klassische Lehre mit Pitta verbindet und das gern in der warmen Jahreszeit verwendet wird.

Rizinusöl Ayurveda: Eranda Taila

Rizinusöl wird aus den Samen von Ricinus communis gepresst und heißt im Ayurveda Eranda Taila. Es ist deutlich dickflüssiger als Sesamöl und bleibt dort, wo es aufgetragen wird. Deshalb nimmt man es traditionell nicht für die Abhyanga am ganzen Körper, sondern für einzelne Stellen: Fersen, Ellbogen, Nagelhaut oder die Kopfhaut. Die klassischen Texte beschreiben Eranda als wärmend und nennen es bei Vata und Kapha.

Das Ayurveda Rizinusöl von Art of Vedas ist ein Rizinusöl ohne weitere Zutaten, goldgelb und zähflüssig. Für die Kopfhaut wird es warm einmassiert und nach dreißig bis sechzig Minuten mit einem milden Shampoo ausgewaschen. Mehr zur Pflanze lesen Sie im Ratgeber Rizinusöl im Ayurveda: Eranda. Weitere Basisöle für die Selbstmassage finden Sie unter Abhyanga Öle.

Anwendung und Aufbewahrung

Ein Thailam für die Massage wird warm verwendet. Stellen Sie die Flasche einige Minuten in warmes Wasser und prüfen Sie die Temperatur am Handgelenk: angenehm warm, nie heiß. Tragen Sie das Öl mit langen Strichen an Armen und Beinen und mit kreisenden Bewegungen an den Gelenken auf, lassen Sie es zwanzig bis dreißig Minuten einziehen und duschen Sie danach warm.

  • Kühl, trocken und vor direkter Sonne geschützt lagern.
  • Die Flasche nach jedem Gebrauch fest verschließen.
  • Bei Kälte kann ein Thailam dickflüssiger oder trüb werden. Im Wasserbad wird es wieder flüssig.

Ayurveda Öl kaufen: Worauf Sie achten sollten

Lesen Sie zuerst die Zutatenliste: Bei einem Thailam steht das Basisöl an erster Stelle, danach folgen die Kräuter der Rezeptur. Fragen Sie sich dann, wofür Sie das Öl brauchen. Für die Abhyanga am ganzen Körper lohnt eine größere Flasche, für Nasya genügt ein kleines Fläschchen, weil nur Tropfen verwendet werden. Ein Thailam mit vielen Kräutern riecht kräftig und ist dunkler als unvermischtes Sesamöl, das gehört zur Zubereitung. Wer noch kein Ayurvedaöl verwendet hat, beginnt am einfachsten mit einem Öl für den ganzen Körper.

Häufige Fragen

Was bedeutet Thailam?

Thailam ist das Sanskritwort für Öl und bezeichnet im Ayurveda ein Kräuteröl, das durch langsames Einkochen von Kräutersud und Kräuterpaste in einem Basisöl entsteht. Die Schreibweisen Thailam und Taila meinen dasselbe.

Sesamöl Ayurveda Wirkung: Was sagt die klassische Lehre?

Der Ayurveda beschreibt Sesamöl als wärmend, geschmeidig und fein durchdringend und ordnet es Vata zu. Das ist die Einordnung der klassischen Texte. Art of Vedas gibt kein Versprechen zu einer Wirkung auf den Körper ab. Bei persönlichen Fragen wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine qualifizierte Ayurveda-Fachperson.

Sesamöl oder Olivenöl: Welches Öl nimmt der Ayurveda?

Die klassischen Rezepturen nennen Sesamöl als Basis, Olivenöl kommt in ihnen nicht vor. Olivenöl ist das Öl der Mittelmeerküche, Sesamöl das Öl der ayurvedischen Massage. Ein Urteil darüber, welches Öl das wertvollere ist, steckt darin nicht, es sind zwei Traditionen mit verschiedenen Aufgaben.

Wofür wird Rizinusöl im Ayurveda verwendet?

Eranda Taila wird traditionell äußerlich und gezielt aufgetragen, etwa an Fersen, Ellbogen oder Kopfhaut, und dient als eines der drei Fette im Kuzhambu. Die klassische Lehre nennt es bei Vata und Kapha.

Wofür nimmt man Arimedadi Thailam?

Arimedadi Thailam ist das klassische Öl für Kavala und Gandusha, also das Ölziehen am Morgen. Es wird im Mund bewegt und danach ausgespuckt, nicht geschluckt.

Ist Dhanvantaram Thailam dasselbe wie Dhanwantharam Thailam?

Ja. Beides sind Umschriften desselben Sanskritnamens, ebenso wie Anu Thailam und Anu Thailam. Im Shop finden Sie die Öle unter Dhanwantharam Thailam und Nasya Oil.

Nur zur äußeren Anwendung. Kein Ersatz für ärztlichen Rat.

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