Deutschland: Versand €4,50, kostenlos ab €50,00

Grundlagen

Rizinusöl im Ayurveda: Eranda Taila, Tradition und äußere Anwendung

Geprüft von Anu Joy, MD (Ayurveda), Ayurveda-Expertin von Art of Vedas

Kurz gesagt: Rizinusöl heißt im Ayurveda Eranda Taila (auch Eranda Thailam, Eranda Thailam oder Eranda Tel geschrieben): das dicke, wärmende Öl aus dem Samen der Rizinuspflanze Ricinus communis, deren Sanskritname Eranda ist. Die klassischen Texte, darunter die Charaka Samhita, zählen es zu den Vata-Ölen, und die Tradition verwendet es äußerlich: für die Abhyanga einer Körperregion, für Kopfhaut und Haar und als drittes klassisches Kuzhambu-Fett neben Sesam- und Kokosöl. Eranda Moola, die Rizinuswurzel, ist ein anderes Material. Dieser Leitfaden erklärt, was Eranda ist, wie sich Samenöl und Wurzel unterscheiden, welchen Charakter die Tradition dem Öl zuschreibt und wie es angewendet wird.

Botanische Identität und die Unterscheidung von Samen und Wurzel

Eranda ist Ricinus communis, eine rasch wachsende Pflanze warmer Klimazonen, kenntlich an ihren breiten, sternförmigen Blättern. Aus ihr stammen zwei ganz verschiedene Materialien. Der Samen ergibt gepresst das Rizinusöl, ein schweres, geschmeidig machendes fettes Öl. Die Wurzel dagegen wird als Eranda Moola verwendet, als Rizinuswurzel also, die man als Kwath oder Dekokt zubereitet und in pulverisierter Choornam-Form anbietet. Beide zu verwechseln ist ein verbreiteter Fehler, weshalb es sich lohnt, sie von Anfang an auseinanderzuhalten: Das Öl ist ein gepresstes Fett, die Wurzel ein Dekoktkraut.

Klassischer Charakter des Öls

Klassische Beschreibungen geben dem Rizinusöl eine Madhura- und Kashaya-Note innerhalb eines überwiegend Ushna, also wärmenden Charakters, und sie betonen seine Snigdha-Qualität, seine ölige, geschmeidig machende und durchdringende Art. Im ayurvedischen Bezugsrahmen zählt das Öl traditionell zu den Vata-stabilisierenden Substanzen und wird dafür geschätzt, dass es, wie es heißt, erreicht und weich macht. Wie alle klassischen Beschreibungen sprechen auch diese von den überlieferten Eigenschaften und der Rolle der Substanz und nicht von einer Wirkung.

Das dritte Kuzhambu-Fett

Ein Kuzhambu ist ein klassisches Kräuteröl auf einer Grundlage aus mehr als einem Fett, und Rizinusöl ist neben Sesam und Kokos das dritte der drei klassischen Basisfette. Während Sesam wärmt und Kokos kühlt, steuert Rizinus eine schwere, tief eindringende Qualität bei, die die Tradition für eine besondere Art erdender, geschmeidig machender Zubereitung schätzt. Seine Aufnahme ist einer der Gründe, weshalb sich ein Kuzhambu in Anmutung und Charakter von einem Thailam aus einem einzigen Öl unterscheidet.

  • Traditionell geschätzt als schweres, durchdringendes Basisfett in klassischen Kuzhambu-Zubereitungen.
  • Klassisch den Vata-stabilisierenden, Snigdha-Substanzen zugeordnet.
  • Äußerlich verwendet in den Abhyanga- und Warmanwendungstraditionen der Praxis.
  • Zu unterscheiden von Eranda Moola, der Rizinuswurzel, die ein Dekoktkraut und kein Fett ist.

Wie Eranda in den Rezepturen von Art of Vedas erscheint

In der Praxis erreicht die Rizinuspflanze das Sortiment von Art of Vedas in beiden ihrer klassischen Gestalten. Das gepresste Samenöl wird als schlichtes Rizinusöl zur äußeren Anwendung angeboten und zugleich als eines der drei Fette hinter der klassischen Kuzhambu-Tradition, während die Wurzel als Erandamoola Kwath Choornam erscheint, dem pulverisierten Dekoktkraut. Beides auseinanderzuhalten schafft Klarheit im Regal: Das eine ist ein Fett, das andere ein Choornam. Ansehen können Sie sich Rizinusöl und das Erandamoola Kwath Choornam. Für den weiteren Hintergrund empfehlen sich der Ratgeber zu den klassischen Kashayam-Dekokten, in denen die Wurzel zubereitet wird, der Ratgeber zum Basisöl Sesam, der das begleitende Kuzhambu-Fett beschreibt, sowie der Ratgeber zur Pulverform Churnam.

Respektvoller kultureller Zusammenhang

Eranda gehört seit sehr langer Zeit zum indischen Haushalt und zur klassischen Praxis, geschätzt für seine Verlässlichkeit in der äußeren Pflege. Art of Vedas stellt es in diesem Geist vor: als traditionelle Substanz mit dokumentierter klassischer Rolle, bedacht anzuwenden und, wo es angezeigt ist, unter der Anleitung einer qualifizierten Fachkraft.

Häufige Fragen zu Rizinusöl im Ayurveda (Eranda)

Was ist Eranda? Eranda ist der Sanskritname der Rizinuspflanze, Ricinus communis; auf Deutsch heißt Eranda also schlicht Rizinus. Die Pflanze liefert zwei Materialien, die die klassischen Texte getrennt halten: den Samen, aus dem Rizinusöl (Eranda Taila) gepresst wird, und die Wurzel, Eranda Moola, die als Abkochung zubereitet wird. Art of Vedas bietet das Samenöl als Rizinusöl zur äußerlichen Anwendung an.

Ist Eranda Taila dasselbe wie Rizinusöl? Ja. Eranda Taila, Eranda Thailam, Eranda Thailam und Eranda Tel sind Namen für Rizinusöl, das fette Öl aus dem Samen von Ricinus communis. Im Sanskrit heißt Rizinusöl Eranda Taila. Das Rizinusöl von Art of Vedas ist dieses Samenöl für sich, ohne eingekochte Kräuter, in den Größen 150 ml, 500 ml und 1 Liter.

Wofür wird Rizinusöl im Ayurveda verwendet? In der klassischen Tradition ist Rizinusöl ein Öl für die äußerliche Anwendung: für die Abhyanga einer Körperregion, für Kopfhaut und Haar, für die Füße bei der Padabhyanga und als eines der drei Grundfette einer klassischen Kuzhambu neben Sesam- und Kokosöl. Art of Vedas bietet es ausschließlich zur äußerlichen Anwendung an, nicht zur Einnahme.

Wie beschreibt die Tradition die Wirkung von Rizinusöl im Ayurveda? Die klassischen Texte beschreiben Eranda Taila als Ushna, also wärmend, mit süßer Note und schwerer, öliger, durchdringender Qualität, und ordnen es Vata zu. Das beschreibt den Charakter des Öls in ayurvedischen Begriffen und ist keine Aussage über die Körpertemperatur. Wegen seines wärmenden Charakters wird Rizinusöl in den warmen Monaten meist mit kühlenden Ölen wie Kokosöl kombiniert.

Wie wendet man Rizinusöl für die Abhyanga an? Erwärmen Sie eine kleine Menge, indem Sie die geschlossene Flasche in eine Schüssel mit warmem Wasser stellen, und arbeiten Sie das Rizinusöl mit der Handfläche langsam in eine Körperregion ein, bis die Haut gleichmäßig bedeckt ist. Weil es dick ist, mischen viele einen Teil mit zwei bis drei Teilen erwärmtem Sesamöl. Nach 15 bis 20 Minuten mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel abwaschen.

Was ist der Unterschied zwischen Rizinusöl und Eranda Moola? Rizinusöl ist das Fett aus dem Rizinussamen und wird auf der Haut verwendet. Eranda Moola, auch Erandamoola oder Erandamula geschrieben, ist die Wurzel derselben Pflanze; sie wird getrocknet, gepulvert und zu einer Kwatha-Abkochung geköchelt, und Art of Vedas bietet sie als Erandamoola Kwath Choornam an. Das eine ist ein Öl, das andere ein Kraut für die Abkochung; beide sind nicht austauschbar.

Ist Eranda Thailam dasselbe wie Nimbamruthadi Eranda Thailam? Nein. Einfaches Eranda Thailam ist Rizinusöl für sich. Nimbamruthadi Eranda Thailam, Sindhuvara Eranda Thailam und ähnliche Namen bezeichnen klassische Rezepturen, bei denen eine Reihe von Kräutern in eine Rizinusölbasis gekocht wird, jede mit eigener Rezeptur und eigenem Platz in den Texten. Art of Vedas bietet diese Rezepturen nicht an, sondern das einfache Rizinusöl zur äußerlichen Anwendung.

Kann man Rizinusöl in der Schwangerschaft oder bei Kindern verwenden? Fragen Sie vorher Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder eine qualifizierte ayurvedische Fachperson. Das Rizinusöl von Art of Vedas ist nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt. Machen Sie vor der ersten vollständigen Anwendung einen kleinen Hauttest an der Innenseite des Unterarms, halten Sie das Öl von Augen und verletzter Haut fern und bewahren Sie die Flasche verschlossen, vor Wärme und Licht geschützt auf.

Ritual einkaufen

Passende Art of Vedas Produkte

Aus dem Thema des Artikels ausgewählt, damit das Ritual im Shop weitergeführt werden kann.

Alle ansehen: Ayurveda Thailams · Ayurvedische Massageöle · Ayurvedische Pulver